Schnüffeltechnik

12. Mai 2010

Die französische Forschergruppe um Stevens Le Blond von der INRIA hat gezeigt, dass es möglich ist, in gut drei Monaten über hundert Millionen IP-Adressen im BitTorrent-Netzwerk aufzuspüren und ihnen die getauschten Dateien zuzuordnen. Dazu benötigten sie nur einen einzigen Rechner.

(…)

Die Forscher bezweifeln jedoch, dass das Verfolgen von privaten Filesharern überhaupt sinnvoll ist. Sie konnten nachweisen, dass es nur wenige sogenannte Content-Provider gibt, die den Großteil aller Inhalte in das BitTorrent-Netzwerk einstellen. Lediglich 1000 IP-Adressen waren für 60 Prozent aller Torrents verantwortlich. Sie plädieren daher dafür, sich auf die Verfolgung dieser Content-Provider zu konzentrieren, die auffällig häufig angemietete Server in Rechenzentren in Frankreich und Deutschland nutzen.

Neue P2P-Schnüffeltechnik: Müssen Filesharer zittern?

Allerdings scheint man in Deutschland mit der derzeitigen Praxis des IP-Adressenmelkens ganz gut zu fahren (4.000 Auskunftsanträge in Köln?). Eher wird man wohl sabbernd auf das heutige Urteil des Bundesgerichtshofs zum Thema „Störerhaftung“ warten. Welche Rechtssicherheit es auch immer bringen wird.

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Neue P2P-Schnüffeltechnik: Müssen Filesharer zittern?

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